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Mitteilungen ueber Waffen

MITTEILUNG
 

Leihwaffen brauchen einen Waffererwerbschein:
Wer im Zeughaus eine Leihwaffe beziehen will, braucht neu einen
Waffenerwerbsschein. Besitzer von Leihwaffen werden künftig vor der
obligatorischen Waffeninspektion im Zeughaus darauf hingewiesen.
Für amtierende Schützenmeister gibt es eine Sonderlösung: Sie
können sich "pro forma" wieder der Armee zuteilen lassen und können
so den Waffenerwerbschein umgehen. Die betreffenden wurden in
einem Brief von Schiessoffizier über das Vorgehen informiert.
Neu wird auch ein Strafregisterauszug verlangt.
Informationen: Verordnung [21 KB]
Formular: Gesuch "Waffenerwerbsschein" [61 KB] für weiter Infos siehe unter (http://waffen.fedpol.admin.ch).

Erwerb von Waffen
Neben dem Kauf gilt auch der Tausch, die Schenkung, die Erbschaft, die Miete und die Gebrauchsleihe als Erwerb im Sinne des Waffengesetzes. Je nachdem, um welche Art von Waffe es geht, müssen beim Erwerb unterschiedliche Verfahren eingehalten werden: Das Gesetz verlangt für den Erwerb einen schriftlichen Vertrag (meldepflichtige Waffen), einen Erwerbsschein (bewilligungspflichtige Waffen) oder eine Ausnahmebewilligung (verbotene Waffen).

Im Detail gestaltet sich der Erwerb wie folgt:

Meldepflichtige Waffen
-
Handrepetierer für die Jagd, einschüssige und mehrläufige Jagdgewehre, Handrepetierer (Sportgewehre)
- Ordonnanzrepetiergewehre wie Karabiner 11, 31, Langgewehr 11.
- Kaninchentöter (einschüssig);
- Soft-Air-Waffen;
- Alarm-, Schreckschusspistolen;
- Imitationswaffen;
- Paintball-Waffen;
- Nachbildungen von einschüssigen Vorderladern;
- Druckluft- und CO2-Waffen.

Bewilligungspflichtige Waffen
-
Pistolen
- Revolver;
- Selbstladebüchse;
- Unterhebelrepetierer (lever action);
- Vorderschaftrepetierer (pump action);
- ausländische Ordonnanzrepetiergewehre, die nicht für das Schiesswesenausser Dienst zugelassen sind;
- Selbstladeflinte;
- Halbautomatische Gewehre wie z.B. Sturmgewehr PE 90, PE 57.

Verbotene Waffen
-
Geräte, die dazu bestimmt sind, Menschen zu verletzen (Schlagrute, Wurfstern, Schlagring, Schleuder mit Armstütze);
- Waffen, die einen Gebrauchsgegenstand vortäuschen (Feuerzeug mit Messer, Natel mit Elektroschockgerät usw.);
- Seriefeuerwaffen;
- Zu Halbautomaten abgeänderte Seriefeuerwaffen (jedoch nicht zu halbautomatischen Feuerwaffen abgeänderte schweizerische Ordonnanz-Seriefeuerwaffen);
- Panzerfaust;
- schweres Maschinengewehr;
- Laser-, Nachtsichtzielgeräte, Schalldämpfer und Granatwerfer als Zusatz zu einer Feuerwaffe;
- Elektroschockgeräte, welche die Widerstandskraft von Menschen beeinträchtigen oder die Gesundheit auf Dauer schädigen;
- Messer, deren Klinge mit einhändig bedienbarem automatischem Mechanismus ausgefahren werden kann;
- Schmetterlingsmesser;
- Wurfmesser;
- Dolch mit symmetrischer Klinge.Vorgehen

Meldepflichtige Waffen
Erwerb meldepflichtiger Waffen und wesentlicher Bestandteile sowohl im Handel als auch zwischen Privaten – mittels schriftlichem Vertrag.
Der Vertrag muss folgende Angaben enthalten:
- Angaben zur übertragenden Person;
- Angaben zur erwerbenden Person;
- Angaben zur Waffe.

Bewilligungspflichtige Waffen
Erwerb von bewilligungspflichtigen Waffen und wesentlicher Bestandteile sowohl im Handel als auch zwischen Privaten mittels Waffenerwerbsschein.
Das ausgefüllte Formular ist mit folgenden Beilagen beim kantonalen Waffenbüro einzureichen:
- Auszug aus dem schweizerischen Strafregister (nicht älter als 3 Monate);
- Kopie des gültigen Passes oder der gültigen Identitätskarte

Verbotene Waffen
Erwerb von verbotenen Waffen sowie wesentlicher und besonders konstruierter Bestandteile und Waffenzubehör mittels kantonaler Ausnahmebewilligung.
Das Gesuch ist schriftlich zu begründen und an das kantonale Waffenbüro zu senden.
Eine Bewilligung kann insbesondere erteilt werden für:
- Sportwaffen, die von Sportvereinen verwendet werden;
- verbotene Messer, die von Behinderten oder bestimmten Berufsgruppen verwendet werden.

Besonderes

Meldepflichtige Waffen
Beim Erwerb einer Feuerwaffe (also keine Softair-, Paintball-, CO2-, oder Druckluftwaffe) hat die übertragende Person innert 30 Tagen nach Vertragsschluss eine Kopie des Vertrags an das kantonale Waffenbüro zu senden.

Bewaffnung
Als persönliche Waffe werden Sturmgewehre 90 und Pistolen 75 - je nach Funktion und Grad - abgegeben. Dazu kommen Waffenputzzeug und Bajonett. Einzelne Angehörige der Armee verfügen noch über die Pistole 49. Diese wird in den nächsten Jahren schrittweise aus der Armee verschwinden.


Waffe ins Eigentum übernehmen

Erwerb, Besitz und Übertragung von privaten Ordonnanzwaffen
Mit der Überlassung einer Ordonnanzwaffe zu Eigentum unterliegt diese den Bestimmungen des Waffengesetzes (WG).

Erwerb / Übernahme
Ein Eigentumsanspruch kann geltend gemacht werden, wenn der AdA mindestens sieben Jahre in der Armee eingeteilt war und anlässlich der Entlassung aus der Militärdienstpflicht ein gültiger Waffenerwerbsschein abgegeben wird , sowie:AdA, welche mit dem Sturmgewehr ausgerüstet sind, können ihre persönliche Waffe behalten, sofern sie in den letzten drei Jahren mindestens zweimal das Obligatorische Programm und zweimal das Feldschiessen 300 m absolviert haben und dies im Schiessbüchlein oder Militärischen Leistungsausweis (MLA) eingetragen ist.
Mit einer Pistole ausgerüstete AdA können diese ohne Schiessnachweis ins Eigentum übernehmen.

Besitz
Waffen, wesentliche Waffenbestandteile, Waffenzubehör, Munition und Munitionsbestandteile sind sorgfältig aufzubewahren und vor dem Zugriff unberechtigter Dritter zu schützen. Die Aufbewahrung von Waffe und Verschluss erfolgt getrennt und in einem verschlossenen Behältnis. Jeder Verlust einer Waffe ist sofort der Polizei zu melden.

Für das Tragen der Waffe (insbesondere Ordonnanzpistole) an öffentlich zugänglichen Orten benötigen Sie eine Waffentragbewilligung. Diese ist mitzuführen und auf Verlangen den Polizei- oder Zollorganen vorzuweisen. Die Bewilligung erteilt die zuständige Behörde Ihres Wohnkantons.

Die Waffe kann ohne Waffentragbewilligung, ungeladen, mitgeführt werden:
- von und zu Kursen, Übungen und Veranstaltungen von Schiess-, Jagd- oder Soft-Air-Waffen-Vereinen sowie von militärischen Vereinigungen oder Verbänden;
- von und zu der Retablierungsstelle;
- von und zu einem offiziellen Waffenhändler;
bei einem Wohnsitzwechsel.

Beachten Sie, dass die Waffe nicht länger als erforderlich transportiert werden darf. Im Magazin darf sich dabei keine Munition befinden. Waffe und Munition müssen getrennt mitgeführt werden.

Übertragung
Die Übertragung (Verkauf, Tausch, Schenkung, Erbgang, Gebrauchsleihe etc.) der privaten Ordonnanzwaffe an eine Drittperson erfolgt mittels Waffenerwerbsschein.
Das dafür vorgesehene Formular ist bei der zuständigen Behörde des Wohnkantons erhältlich oder kann auf dem Webauftritt des Bundesamtes für Polizei (fedpol) heruntergeladen werden. Das ausgefüllte Formular ist mit den darin erwähnten Beilagen bei der zuständigen Behörde des Wohnkantons einzureichen.

Bei Waffen, die vererbt werden, ist ebenfalls ein Waffenerwerbsschein erforderlich. Dieser muss innerhalb von sechs Monaten beantragt werden, sofern die Waffe nicht innerhalb dieser Frist einer berechtigten Person übertragen wird.

Der Erwerb, der Besitz, das Anbieten, das Vermitteln und die Übertragung von Waffen, wesentlichen oder besonders konstruierten Waffenbestandteilen, Waffenzubehör, Munition und Munitionsbestandteilen sowie das Tragen von Waffen und das Schiessen mit Feuerwaffen sind Angehörigen folgender Staaten verboten: Albanien, Algerien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Sri Lanka, Türkei.

Für allfällige weitere Fragen und Details zum Waffengesetz oder der Waffenverordnung wenden Sie sich an die zuständige Behörde des Wohnkantons oder besuchen Sie den Webauftritt des Bundesamtes für Polizei (http://waffen.fedpol.admin.ch).


Revidiertes Waffentrecht: (seit Dezember 2008)

Bitte beachtet:
Es wird dagestellt, welche Gegenstände nach schweizerischem Waffenrecht überhaupt Waffen darstellen, wie Waffen zu erwerben sind und welche Formalitäten zu erledigen sind, um Waffen zu erwerben oder zu verkaufen.
Link zur neuen Broschüre "Waffenrecht" [1'104 KB]






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